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Elektromyographie (griechisch myos: Muskel; graphein: schreiben), Ableitung, Registrierung und Darstellung der elektronisch verstärkten Aktionspotentiale eines quergestreiften Muskels.
Die Ableitung geschieht von der Haut über dem Muskel (mit Scheibenelektroden) oder vom Muskel selbst; in letzterem Fall ist (wie auch für die Elektroneurographie) ein Nadeleinstich erforderlich und nachfolgend eine elektrische Nervenreizung. Dies ist für den Patienten unangenehm und manchmal auch schmerzhaft. Die elektrischen Ströme werden während der Muskelkontraktion und in Ruhe gemessen, die Impulse werden von einem Oszillographen angezeigt. Die Erstellung eines Elektromyogramms (EMGs) dauert etwa eine halbe bis ganze Stunde, je nach der Anzahl der Muskel, die geprüft werden.
Ein Ziel der Elektromyographie ist die Feststellung, ob eine Lähmung Folge einer Muskelschädigung, einer (peripheren) Nervenschädigung oder aber psychogen bedingt ist. Zudem sind mit Hilfe eines Elektromyogramms muskuläre Erkrankungen (auch der Augenmuskeln) zu erkennen, wie Muskeldystrophie, Dermatomyositis (siehe Autoimmunkrankheiten) oder Beeinträchtigungen der Nervenversorgung der Muskeln. Bei Nervenverletzungen lässt sich oft die genaue Lokalisation des Schadens ausmachen. Auch Magnesiummangel (Hypomagnesiämie) ruft Veränderungen des EMGs hervor.
Beitrag von: Ulrich von Werthern "Elektromyographie," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2007 http://de.encarta.msn.com © 1997-2007 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
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