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| Autor: Tensgerät | 17 September 2007 | Bereits gelesen: 1813 |
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Elektrotherapie oder Elektromedizin ist die Bezeichnung für therapeutische Anwendungen von elektrischem Strom in der Medizin und in der Physikalischen Therapie. Für einige der Verfahren werden synonym auch die Begriffe Reizstromtherapie oder Feinstromtherapie benutzt. Gemeinsam ist diesen Verfahren, dass während der Anwendung Gleich- oder Wechselströme den Körper oder Körperteile durchfliessen. Die entsprechenden Spannungen werden entweder über mit der Hautoberfläche leitend verbundenen Elektroden zugeführt oder über Elektroden in einem Wasserbad. Bei Anwendungen von Implantaten zur funktionellen Elektrostimulation sind die stromabgebenden Elektroden dagegen im Gewebe. Eine Sonderstellung nehmen Verfahren ein, bei denen durch Magnetfelder im Körperinneren elektrische Wechselspannungen nach dem Induktionsgesetz erzeugt werden. (Transkranielle Magnetstimulation, pulsierende Signaltherapie, PEST usw.). Eine Sonderform stellt auch die Iontophorese von Arzneistoffen über die Haut dar. Durch eine vorhandene elektrische Ladung eines Medikamentes, kann dieses im elektrischen Feld in das Gewebe transportiert werden. Der Effekt kann dazu führen dass ein Vielfaches an entsprechenden Arzneistoffe in kürzerer Zeit ins Gewebe gelangen, als wenn diese auf die Haut aufgetragen werden. Die Verteilung des Medikamentenwirkstoffes geschieht über die in der Haut liegenden Blutgefäße. Beim Ausfall von Nerven in der Peripherie des Körpers, also besonders an Armen und Beinen, kommt es zum Abbau von Muskelzellen des vom geschädigten Nerv versorgten Muskels. Um dies zu vermeiden, werden während einer Therapiesitzung Elektroden angebracht und mit geringen Stromimpulsen (Reizstrom) die Funktion des betroffenen Nerven stimuliert. Dadurch bewegt sich der bedrohte Muskel wieder und atrophiert weniger rasch. Die Muskeln reagieren je nach Dauer der Denervierung auf verschiedene Stromarten unterschiedlich gut. Im Allgemeinen werden bei längerbestehenden Denervationen mit Exponentialströmen mit relativ langen Dreieckimpulsen die besten Ergebnisse erzielt, weil die Muskeln nur noch auf längere Stromimpulse ansprechen. Es werden Dreieckimpulse eingesetzt weil die gesunde Muskulatur wegen der noch vorhandenen Adaptationsfähigkeit nicht auf diese Impulsform anspricht. Doch auch Faradisation und Rechteckstrom kommen zum Einsatz. Konstanter Gleichstrom (Galvanisation genannt) kann keine Kontraktionen auslösen. Geschichtliches Erstmalig wurden elektrotherapeutische Verfahren in der modernen Medizin von Christian Heinrich Ernst Bischoff (1781 - 1861), Professor der Pharmakologie an der Universität zu Jena, um 1801 in der Behandlung von neurologischen Krankheiten am Menschen beschrieben. Bischoff war von 1818 bis zu seinem Tod Professor der Pharmakologie und Staatsarzneikunde in Bonn. Bischoff verwendete in seiner elektrotherapeutischen Vorrichtung Silberelektroden, um das "paralysierte Organ" seiner Patientin zu heilen. |
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| Autor: Tensgerät | 17 September 2007 | Bereits gelesen: 1831 |
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Was versteht man unter Elektrotherapie?
Als Elektrotherapie bezeichnet man die medizinische Anwendung des elektrischen Stroms. Ausgehend von der Erkrankung behandelt der Arzt beziehungsweise der Physiotherapeut einen oder mehrere Körperteile mit unterschiedlichen Stromformen (galvanische, nieder-, mittel- und hochfrequente Ströme). Die Stromstärken und Frequenzen werden individuell und je nach Zeitpunkt der Behandlung innerhalb des Heilungsprozesses angepasst.
Das Funktionsprinzip der Elektrostimulation ist ganz einfach und ahmt genau die Vorgänge nach, die an der Muskelkontraktion unter Kontrolle unseres Gehirns beteiligt sind. Wenn wir die Kontraktion (= Zusammenziehung) eines Muskels auslösen möchten, übermittelt das Gehirn den Befehl in der Form von elektrischen Strömen, die mit hoher Geschwindigkeit die Nervenfasern durchlaufen. Am Ende ihrer Reise erregen diese elektrischen Ströme den motorischen Nerv, der die Information an die unmittelbare Umgebung des Muskels weitergibt und die Muskelkontraktion auslöst.
Bei der Elektrostimulation wird die Erregung mittels 'optimaler' elektrischer Impulse, die Wirksamkeit, Sicherheit und Komfort der Anwendung garantieren, direkt am motorischen Nerv produziert. Dank dieses Vorgangs kann der Muskel nicht zwischen einer willentlichen (durch das Gehirn ausgelösten) Kontraktion und einer elektrisch induzierten Kontraktion unterscheiden: Die bewirkte Muskelarbeit ist die gleiche, egal woher der Befehl kommt.
Physiologie des Muskels
Ein Muskel besteht aus lang gestreckten, zylindrischen Zellen – den Muskelfasern. Je nach ihrer Kontraktionsgeschwindigkeit unterscheidet man zwischen mehreren Fasertypen: langsame, mittelschnelle und schnelle. Die Anordnung und der Anteil der verschiedenen Muskelfasertypen sind genetisch bedingt. Die schnellen Fasern werden bei einem Sprinter deutlich überwiegen, während ein Marathonläufer mehr langsame Fasern hat.
Folglich ist die Art der physiologischen Eigenschaften von einer Sportart zu anderen unterschiedlich. Die Compex-Programme wurden unter spezieller Berücksichtigung dieser physiologischen Unterschiede und der spezifischen Anforderungen in Bezug auf unterschiedliche Muskelqualitäten wie Kraft, Schnellkraft, Ausdauer und Kraftausdauer entwickelt.
Im Einzelnen
Mit den Compex-Geräten werden elektrische Impulse erzeugt. Jeder dieser Impulse hat die Aufgabe, Aktionspotenziale (AP) auf der motorischen Nervenfaser (oder den Motoneuronen) auszulösen. Als Antwort auf ein AP führen die Muskelfasern, die zu der motorischen Einheit der erregten Motoneuronen gehören, eine elementare mechanische Reaktion aus, die Zuckung genannt wird. Eine Zuckung ist eine Arbeitseinheit einer motorischen Faser als Antwort auf ein AP. Die Zuckung und die Arbeit, die diese darstellt, sind vollkommen identisch, egal ob das AP durch einen Impuls ausgelöst oder spontan durch das Nervensystem erzeugt wird. Dies bedeutet, dass die Muskelfasern stets auf die gleiche Weise auf ein AP reagieren.
Die Art der durch die Muskelfasern erzeugten Arbeitskraft variiert je nach der Frequenz der Impulse (Wiederholung der Impulse). Zum Beispiel erlegt eine niedrige Frequenz von 10 Hz (10 Impulse pro Sekunde) den erregten motorischen Nervenfasern ein geringes Arbeitspensum auf. Andererseits verlangt eine hohe Frequenz von 100 Hz einen hohen Arbeitseinsatz von den erregten Motoneuronen. Daher hängt die Art der von den erregten Motoneuronen verlangten Arbeit von den Parametern des Stimulationsprogramms ab. In anderen Worten, die Arbeit wird durch die Stimulationsparameter kontrolliert.
Weiterhin wissen wir, dass die Dauer der Zuckungsreaktionen von der Art der stimulierten Muskelfasern abhängt. Wie weiter oben gesagt, unterscheidet man zwischen langsamen, mittelschnellen und schnellen Muskelfasern, die natürlich unterschiedlich reagieren. Überdies sind Unterschiede der Zuckungsdauer mit Veränderungen der Frequenzen verbunden, die notwendig sind, um die maximale Kontraktion (= Tetanisierung) der Fasern zu erreichen. Daher variieren die bei einem Elektrostimulations-Training benutzten Frequenzen natürlich und müssen dem Fasertyp, der tetanisiert werden soll, angepasst werden.
Quelle: http://www.medi-konzept.de/compex-methoden.html |
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| Autor: Tensgerät | 19 Juli 2007 | Bereits gelesen: 1444 |
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Nervenzelle, auch Neuron oder Ganglienzelle, Zelltyp im Organismus des Menschen und fast aller Tiere, mit dessen Hilfe schnelle Signale zur Steuerung von Körperfunktionen übermittelt sowie Sinnesreize wahrgenommen, weitergeleitet und verrechnet werden.
Nervenzellen sind die grundlegenden informationsverarbeitenden Strukturen des Nervensystems, die über lange, dünne Fortsätze Kontakt mit anderen Zellen aufnehmen. Im Zellkörper (Soma oder Perikaryon) einer Nervenzelle befinden sich relativ viele Mitochondrien und Zisternen des rauen endoplasmatischen Reticulums. Zahlreiche Fibrillen aus Mikrotubuli und andere Proteine des Zytoskeletts bilden ein Gerüst, das dem Wachstum der Fortsätze und dem Transport von Stoffen aus dem Zellkörper dient.
Es gibt zwei verschiedene Arten von Fortsätzen: Dendriten und Axone. An Dendriten nehmen Nervenzellen Signale auf, die von anderen Nervenzellen oder Sinnesorganen stammen. Das Axon (oder der Neurit) einer Nervenzelle dient dazu, ein Nervensignal im Körper weiterzuleiten. Deshalb ist er meist länger als die Dendriten. Nervenzellen werden nach der Anzahl der Fortsätze und ihrer Ausrichtung zum Soma unterschieden: Bei pseudounipolaren Nervenzellen gabelt sich ein einziger Fortsatz in einigem Abstand vom Soma in Dendrit und Axon. Bipolare Nervenzellen haben einen Dendriten und ein Axon, multipolare viele Dendriten. Im Nervensystem des Menschen überwiegen multipolare Nervenzellen, die anderen Typen finden sich vor allem in Ganglien des Rückenmarks, in der Netzhaut der Augen und im Riechepithel der Nase. Unterschieden wird auch zwischen motorischen Nervenzellen (Motoneuronen), die Bewegungen steuern, sensorischen Nervenzellen (Sinneszellen), die Reize von Sinnesorganen aufnehmen, und Interneuronen, die Signale von einer auf eine andere Nervenzelle übertragen; letztere überwiegen im Gehirn.
Dendriten bilden vom Soma ausgehend zahlreiche Verzweigungen und nehmen so Kontakt mit möglichst vielen anderen Zellen auf. In bestimmten Teilen des Gehirns bilden Dendriten Dornen oder Spines (englisch für Dornen), die vermutlich die Verbindung der betreffenden Nervenzellen stärken. Untersuchungen mit fluoreszierenden (leuchtend markierten) Molekülen zeigten, dass in den Dendriten Proteine gebildet werden, unabhängig von der Proteinbiosynthese im Bereich des Zellkerns. Dies deutet darauf hin, dass Dendriten die Verbindungsstärke zwischen den Nervenzellen beeinflussen und so bestehende Nervennetze flexibler machen.
Das Nervensignal (siehe Aktionspotential) beruht auf einer Verschiebung von elektrisch geladenen Teilchen (Ionen) durch die Plasmamembran der Nervenzelle (siehe Neurophysiologie). Bei den meisten Nervenzellen verzweigt sich das Axonende ebenso baumförmig wie die Dendriten. Die verdickten Enden dieser Verzweigungen werden als synaptische Endknöpfchen bezeichnet; die Kontaktstelle (zu anderen Zellen) selbst heißt Synapse. Trifft das Nervensignal an einer Synapse ein, werden dort spezielle Botenstoffe (Neurotransmitter) freigesetzt, mit deren Hilfe das Signal auf die andere Zelle übertragen wird. Abgewandelte Nervenzellen produzieren Botenstoffe auch im Soma und sondern sie über ihre Synapsen in ein Blutgefäß ab; die Botenstoffe dieser neurosekretorischen Zellen wirken dadurch als Hormone.
Ein Axon ist eng von Zellen umhüllt, die als elektrische Isolatoren gegenüber dem umgebenden Bindegewebe dienen. Axon und Hüllzellen (nach ihrem Entdecker Schwann’sche Zellen genannt) bilden zusammen eine Nervenfaser. Bei marklosen (grauen) Fasern sind die Axone mehrerer Nervenzellen von den Schwann’schen Zellen umschlossen. Bei markhaltigen (weißen) Nervenfasern wickeln sich die Schwann’schen Zellen während der Entwicklung der Nervenfaser mehrmals um das Axon. Diese dicke Hülle enthält Myelin, ein spezielles Protein-Lipid-Gemisch, und wird deshalb als Myelinscheide bezeichnet. Die Myelinscheide trennt das Axon aber nicht vollständig von der umgebenden Flüssigkeit, denn zwischen zwei benachbarten Schwann’schen Zellen bleiben ringförmige Lücken, die Ranvier’sche Schnürringe. Sie bewirken, dass Nervensignale über markhaltige Nervenfasern viel schneller weitergeleitet werden als über marklose Nervenfasern (saltatorische Erregungsleitung; Neurophysiologie).
Nervenzellen sind die größten Zellen im Organismus des Menschen und der meisten Tiere. Bei Wirbeltieren reichen Nervenfasern, die Bein- bzw. Flossenbewegungen steuern, vom Gehirn bis ins untere Rückenmark. Beim Menschen können sie bis zu einem Meter, bei Giraffen und Walen auch mehrere Meter lang werden. Kalmare haben Riesenaxone mit einem ungewöhnlich großen Durchmesser von knapp einem Millimeter – an ihnen lassen sich besonders gut Studien zur Leitung von Nervensignalen durchführen. Gebündelte und von Bindegewebe umschlossene Nervenfasern nennt man Nerv.
Geprüft von: Alexander Hofmann, Dipl.-Biol.; Autor für Encarta Kids arbeitet als freier Autor und Journalist in München. Veröffentlichungen in den Themenbereichen Biologie, Umwelt und Sport. "Nervenzelle," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2007 http://de.encarta.msn.com © 1997-2007 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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| Autor: Tensgerät | 17 Juli 2007 | Bereits gelesen: 1503 |
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Muskelfaser Als Muskelfaser (auch Muskelzelle oder Myozyt) bezeichnet man die zelluläre, spindelförmige Grundeinheit eines Skelettmuskels, nicht zu verwechseln mit Herzmuskelzellen oder glatter Muskulatur, die sich über die Länge von einigen Zentimetern in einem Muskel erstreckt. Viele Muskelfasern sind zu Bündeln zusammengefasst, die an ihren Enden über Sehnen mit den Knochen verbunden sind. Bauweise Eine Muskelfaser ist eine lang gestreckte, vielkernige Zelle (Synzytium), wobei Zellkerne dicht unter der Zellmembran der Muskelzelle (Sarkolemm) liegen. Über dieser Zellmembran gibt es noch eine extrazelluläre Basalmembran. Zwischen den beiden Membranen liegen Satellitenzellen, die Myoblasten, die für das Wachstum der Muskelzelle verantwortlich sind. Auf der Ebene der Zellorganellen enthält sie hochgeordnete Myofibrillen. Das sind Ketten aus Sarkomeren, die vor allem aus den Proteinen Aktin und Myosin aufgebaut sind. Diese beiden Proteine sehen unter dem Elektronenmikroskop wie lange, aus jeweils einer zentralen Scheibe entspringende, Fäden aus, die sich in einem Teil ihrer Länge überlappen. Durch diese Überlappung, die parallele Lage der Myofibrillen, sowie die Tatsache, dass die Z-Scheiben der Sarkomere miteinander (durch das Protein Desmin) verknüpft sind, kommt die Querstreifung der Skelettmuskulatur zustande. Zusätzlich gibt es in Muskelzellen noch das sarkoplasmatische Retikulum (SR), ein interzellulärer Hohlraum. Es bildet das sog. longitudinale System (L-System) welches als Calciumionen(Ca2+)speicher dient und sich längs als dichtes Schlauchnetz um jede einzelne Myofibrille legt. Senkrecht zum L-System gibt es die sog. Transversal-Tubuli (T-Tubuli) oder Quer-Tubuli. Das sind Einstülpungen des Sarkolemm, die die tiefer in einer Muskelzelle liegenden Abschnitte des L-Systems mit Informationen versorgen. Kontraktion Hauptartikel: Muskelkontraktion Durch Interaktion der beiden Proteine eines Sarkomers, Aktin und Myosin, kann eine Muskelzelle ihre Länge verringern (Kontraktion). Im Ruhezustand werden die Stellen am Aktin, an die sich das Myosin binden soll, durch ein weiteres Protein, das Tropomyosin verdeckt. Durch Eintreffen eines Aktionspotentials im SR wird die erstmals von Setsuro Ebashi nachgewiesene Ausschüttung von Calciumionen angeregt, welche die Blockade durch das Tropomyosin auflöst und somit eine Kontraktion des Sarkomers durch das sog. Filamentgleiten auslöst. Durch ein einzelnes Aktionspotential wird bei Skelettmuskeln allerdings nur eine kurze Muskelzuckung ausgelöst. Um eine Kontraktion hervorzurufen müssen die Aktionspotentiale in schneller Abfolge eintreffen (10 - 100 Impulse pro Sekunde) und sich überlagern (tetanische Kontraktion). Faserarten Man unterscheidet zwei Arten von Muskelfasern nach ihrem Myoglobingehalt, solche mit hohem Wert werden Slow-Twitch-Fasern genannt, jene mit niedrigem Wert Fast-Twitch-Fasern. ST-Fasern ST-Fasern sind langsam kontrahierende Muskelfasern. Sie werden auch dunkle oder rote Fasern genannt, da sie durch eine hohe Myoglobinkonzentration eine dunkelrote Färbung besitzen. Sie sind auf Dauerleistung und langsame Bewegungen ausgelegt und ermüden nur sehr langsam. Die ST-Faser wird von feinen Kapillaren versorgt und gewinnt ihre Energie durch Oxidation, wobei der dazu benötigte Sauerstoff dem Blut entnommen wird. FT-Fasern FT-Fasern oder auch helle bzw. weiße Fasern sind schnell kontrahierende Muskelfasern. Im Gegensatz zu den ST-Fasern können die FT-Fasern wesentlich schneller reagieren, verbrauchen aber mehr Energie und ermüden schneller, da sie Glykogen zur Energiegewinnung abbauen. Dies führt zu einer Milchsäureanhäufung in den Zellen, somit zu einem Abfall des pH-Werts, was die Proteinaktivität behindert. Der helle (weiße) Muskelfasertyp (fast twitch oder FT Faser/FTG-Faser) kann sehr schnell reagieren und ermöglicht kräftige Kontraktionen. Er ermüdet aber schnell. Der dunkle (rote) Muskelfasertyp (slow twitch oder ST Faser) spricht auf Reize langsamer an, hat dabei eine längere Kontraktionszeit, aber er ermüdet sehr viel langsamer. Entwicklung und Wachstum Muskelzellen werden aus miteinander verschmelzenden Myoblasten aufgebaut. Anfangs liegen die Zellkerne in diesen Myotuben in der Mitte der Zelle und sorgen für die Bildung und Ausrichtung der Myofibrillen. Wenn die Myotuben zu Muskelzellen heranreifen wandern die Zellkerne an den Rand und es bildet sich eine Basalmembran um jede Muskelfaser, in der noch einkernige Myoblasten eingeschlossen sind. Da die Zellkerne in einer Muskelfaser nicht teilungsfähig sind, sind diese Satellitenzellen für das Wachstum der Muskelzellen sehr wichtig, da sie die einzige Möglichkeit darstellen, zusätzliche Zellkerne in die Muskelzelle zu integrieren. Sie teilen sich bei Bedarf in zwei Tochterzellen, von denen eine mit der Muskelfaser verschmilzt, während die andere wächst und sich eventuell wieder teilt. Zusätzliche Kerne werden gebraucht wenn sich die Muskelfaser vergrößert, z.B. durch Wachstum, oder ein Heilungsprozess stattfinden muss. |
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| Autor: Tensgerät | 17 Juli 2007 | Bereits gelesen: 1656 |
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Der Schmerz (von althochdeutsch smerzo) (lat. Dolor) ist eine komplexe Sinnesempfindung, oft mit starker seelischer Komponente. Im einfachsten Fall wird die Erregung von Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren) über spezielle Nervenbahnen und den Thalamus an das Zentralnervensystem (ZNS) weitergeleitet und führt zur Schmerzwahrnehmung. Ein veralteter Begriff für Schmerz ist die Pein (vergleiche englisch pain), fachsprachlich sagt man für physiologischen Schmerz auch die Algesie (Gegenwort: die Analgesie), in Wortverbindungen die -algie, die -algesie (alles von griechisch άλγος - Schmerz) oder die -odynie (von griechisch οδύνη - Schmerz). Die Sinneswahrnehmung des Schmerzes wird auch mit der lateinischen Nozizeption beschrieben. Die International Association for the Study of Pain definiert Schmerz folgendermaßen: „Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- oder Gefühlserlebnis, das mit tatsächlicher oder drohender Gewebeschädigung einhergeht oder von betroffenen Personen so beschrieben wird, als wäre eine solche Gewebeschädigung die Ursache.“ Diese für den Alltagsgebrauch ausreichende Beschreibung von akutem Schmerz ist inzwischen wesentlich erweitert worden. Bei chronischen Schmerzen werden komplexe Wechselwirkungen zwischen biologischen, psychischen und sozialen Faktoren angenommen (biopsychosoziales Schmerzkonzept). Schmerz ist keine „Einbahnstraße“, bei der lediglich Signale aus dem Körper an das Gehirn übermittelt werden. Vielmehr sorgen Filterprozesse unseres Zentralnervensystems dafür, dass eine körperliche Schädigung nicht zwangsläufig zu Schmerz führt (Stressanalgesie; z. B. werden Verletzungen während eines Verkehrsunfalls, Wettkampfes, im Krieg oder beim Geschlechtsverkehr oft nicht bemerkt) und umgekehrt Schmerzen auch ohne körperliche Schädigung bestehen kann (z. B. Phantomschmerz). Schmerz ist demnach das, was der Patient als solches empfindet. Schmerzentstehung Nach ihrer Entstehung unterscheidet man Schmerzwahrnehmung durch Schmerzrezeptoren, Nervenschmerz, zentralen Schmerz und psychosomatischen Schmerz. Schmerzrezeptoren, meist freie Nervenenden, reagieren auf verschiedene Arten der Reizung: * thermische (Hitze, Kälte) * mechanische (z. B. Durchtrennung, starker Druck) * chemische Die Entstehung des Schmerzes läuft dabei folgendermaßen ab: 1. Zunächst bewirkt die Verletzung des Gewebes eine Ausschüttung von ATP, Protonen, Sauerstoff-Radikalen, Kalium-Ionen und Arachidonsäure. 2. Ein Enzym namens Cyclooxygenase wird in den Endothelzellen (COX1), als auch in den einwandernden Leukozyten (COX2) exprimiert. Dadurch wird die aus den Zellmembranen der geschädigten Zellen freigesetzten Arachidonsäure in Prostaglandin E2 umgewandelt. 3. Die ebenfalls aus dem verletzten Endothel stammenden Kinine werden in Bradykinin umgewandelt. 4. Mastzellen setzen den Inhalt ihrer Granula frei (Degranulation), u.a. Histamin. 5. Die Entzündungsmediatoren (v.a. Bradykinin und Serotonin) bewirken (über die Bildung von NO) auch eine Vasodilatation, also eine Erweiterung der Blutgefäße. Hierdurch kommt es zu einem lokalen Ödem, das es Leukozyten ermöglicht, einfacher in das geschädigte Gewebe einzutreten. (Man spricht im Englischen von einer Wheel & Flare Reaction, einem gerötetem Kern mit Quaddelbildung). 6. Die Zytokine IL-1, IL-6 und TNF führen im ZNS zur Entstehung von Fieber (siehe: Organum vasculosum laminae terminalis und Hypothalamus). Alle Schmerzmediatoren erregen über spezifische Rezeptoren auch die Nozizeptoren, d.h. die freien Nervenendigungen, die für die Schmerzfortleitung verantwortlich sind. Durch diese Erregung kommt es zum Neurogenen Reflex, die Nozizeptoren schütten Nerve Growth Factor (NGF) und Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) (siehe: Nervenwachstumsfaktor) aus. Dies hat zwei Folgen: * Die Nozizeptoren sensibilisieren selbst und erregen sog. schlafende Schmerzrezeptoren in der unmittelbaren Umgebung. Somit verstärken sie den Schmerzreiz und es kommt zur Neurogenen Entzündung. * Durch NGF werden die Nervenfasern zum Aussprossen angeregt. Sie wachsen auch in das umliegende Gewebe ein. Dies und das Wecken schlafender Rezeptoren führt dazu, dass auch das an die Schädigung angrenzende Gewebe schmerzempfindlich wird. Schmerzrezeptoren benötigen einen vergleichsweise starken Reiz um erregt zu werden und adaptieren nicht (ein andauernder Reiz führt nicht zu einer Verminderung der Erregbarkeit). Schmerzleitung Die Nervenfasern, welche die Schmerzinformation weiterleiten, können in schnelle (A-Delta-Fasern, bis 20 m/s) und langsame (C-Fasern, ca. 2 m/s) unterteilt werden. C-Fasern sind entwicklungsgeschichtlich älter und besitzen keine isolierende Myelinscheide. Das erklärt die geringere Nervenleitungsgeschwindigkeit und die schwerer abgrenzbare Schmerzlokalisation (»irgendwo am Unterschenkel«). Im Rückenmark kommt es einerseits zu Reflexverschaltungen, die eine Fluchtbewegung auslösen. Dabei ist der Schmerz noch nicht bewusst geworden (Zurückziehen der Hand, noch bevor die Herdplatte als heiß erkannt wurde). Andererseits gelangt die Information über den Vorderseitenstrang (Tractus spinothalamicus) in das Gehirn. In der Großhirnrinde (Kortex) wird der Schmerz bewusst und im limbischen System emotional bewertet. Die bewusste Schmerzwahrnehmung und genaue Lokalisation eines Schmerzes ist ein Lernprozess. Im sensiblen Cortex, genauer im Gyrus postcentralis, gibt es für jedes Hautareal repräsentative und zuständige Areale (sogenannter sensibler Homunculus), durch Erfahrungen wird ein Stich in den kleinen linken Finger auch sofort als ein solcher bewusst. Ein besonderes Phänomen ist der Übertragene Schmerz. Da auch die inneren Organe durch segmentale Spinalnerven (deren viszeroafferenter Anteil) innerviert sind, aber aufgrund der Seltenheit des Ereignisses und der Unkenntnis bzgl. der Lokalisation des tatsächlichen Schmerzortes (z.B. Gallenblase) ein Lernvorgang kaum stattfindet, werden Schmerzen aus inneren Organen vom Gehirn den Hautarealen (Dermatomen) oder der Muskulatur (Myotom) des entsprechenden Spinalnerven zugeordnet. Diese Bereiche an der Oberfläche werden auch als Head'sche-Zonen bezeichnet. Diese stimmen nicht immer mit der Lokalisation des entsprechenden Organs überein (die Gallenblase beispielsweise besitzt eine Head'sche Zone in der rechten Schultergegend); ein ungefährer örtlicher Bezug ist jedoch die Regel (vgl. Brustschmerz beim Herzinfarkt). Während der Verschaltung im Rückenmark kann das Schmerzempfinden durch körpereigene Stoffe (Endorphine) reduziert werden. Einige Schmerzmittel, z. B. Opiate setzen an dieser Stelle an. Schmerzarten Die bisher beschriebene Schmerzart ist ein physiologischer Schmerz. Das bedeutet, dass das Schmerzempfinden als Warnsignal für die Körperfunktion sinnvoll ist. Dabei spricht man von Nozizeptorenschmerz. Davon abzugrenzen ist der neuropathische Schmerz, der auf Schädigungen des Nervensystems zurück geht (z. B. durch Amputation, Querschnittslähmung, virale Infektionskrankheiten oder Polyneuropathie, z.B. bei dauerhaft erhöhtem Blutzucker). Infolge reversibler funktioneller Störungen kommen Schmerzen ebenfalls vor. Teilsysteme des Körpers funktionieren fehlerhaft (z. B. Durchblutungsfehlregulation ist ein wesentlicher Faktor, der zu Migräne führt) oder die Reaktion des Körpers auf Einflüsse von außen (Stress, Angst, Ekel) ist unpassend. Weiterhin wird unterschieden in Deafferenzierungsschmerz (hemmende A-beta-Fasern fallen weg; vgl. Phantomschmerz), reflektorischen Schmerz (siehe auch chemisch-physiologischer Typ des RSI-Syndroms), psychosomatischen Schmerz (körperlicher Schmerz ist Ausdruck seelischer Belastung), viszeralen (dumpfer Schmerz, durch marklose C-Fasern aus den Eingeweiden übertragen) und somatischen Schmerz und oben kurz genanntem übertragenem Schmerz. Bei letzterem konvergieren Afferenzen aus der Haut und den Organen zusammen auf ein nach zentral ziehendes Neuron, so dass zentral keine Unterscheidung mehr möglich ist, ob der Schmerz aus der Körperoberfläche oder den Organen kommt. Schmerzqualitäten Das Schmerzempfinden ist immer subjektiv. Schmerzbeschreibungen lassen sich in affektive (ein Gefühl ausdrückend, z. B. quälend, marternd, lähmend, schrecklich, heftig) und sensorische (die Sinnesqualität betreffend: stechend, drückend, brennend) Aspekte unterteilen. Der affektive Aspekt kann weiterhin in eine unmittelbare emotionale Komponente und eine emotionale Langzeitkomponente aufgeteilt werden. Der Arzt fragt diese im Patientengespräch ab und erhält so Hinweise auf Art und Ursache des Schmerzes. Diese drei Qualitäten werden verschiedenen Hirnarealen zugeschrieben: * sensorische Komponente: primärer und sekundärer somatosensorischer Cortex * unmittelbar emotionale Komponente: Cortex der Insula und vorderer Gyrus cinguli * emotionale Langzeitkomponente: präfrontaler Cortex Mit einer Selbsteinschätzungsskala zur Beurteilung von Schmerzen lässt sich das im subjektiv vergleichbaren Bereich darstellen. Z. B. Numerische Rating Skala (kurz: NRS) oder die Visual Analogical Scale (VAS). Bei der Fremdbeobachtung lassen sich (z. B Doloplus-Skala, Saint-Antoine-QDSA) über Schmerzfragebogen subjektive und objektive Veränderungen erfassen (Muskelanspannung, Bewegungsabläufe verändert). Zwar gibt bis heute dafür keine validierten Skalen. Trotzdem ist es wichtig, die Schmerzen - auch von Patienten, die sich nicht äußern können - wiederholt zu beurteilen, um die Therapie zu verbessern. Dabei sind in der Regel mindestens zwei Erhebungen erforderlich: eine vor und eine während der Behandlung. Der relative Vergleich ist für den individuellen Patienten aussagekräftig. Chronischer Schmerz Schmerzen begleiten oft Erkrankungen oder Verletzungen, werden aber inzwischen selbst als Krankheit verstanden. Der Schmerz besteht dabei über Monate und das Grundleiden ist entweder schwer bzw. nicht therapierbar oder eine Ursache für den Schmerz nicht auffindbar (idiopathisch). Schmerzen ohne klare Ursache sind keine Ausnahme, sondern die Regel: Bei Rückenschmerzen lassen sich in 80 von 100 Fällen keine krankhaften körperlichen Veränderungen finden. Die "Bandscheibe" ist selten (unter 10 von 100) die Ursache von Rückenschmerz. Die häufigsten Kopfschmerzen sind sog. "primäre" Kopfschmerzen, d. h. sie sind ebenfalls nicht als Symptom einer zugrundeliegenden Erkrankung zu verstehen, sondern bestehen ohne klare krankhafte Veränderungen. Von chronischem Schmerz spricht man dann, wenn die Beschwerden länger als sechs Monate anhalten. Auswirkungen auf die psychische Verfassung des chronisch Schmerzkranken sind die Regel. Schmerzzustände sind für den Körper erlernbar. Wiederholt auftretende Schmerzen führen dabei zu intensiverem und längerem Schmerzempfinden, da dabei die Schmerzschwelle herabgesetzt wird. Deshalb ist eine frühzeitige und ausreichende Schmerzbekämpfung mit Medikamenten wichtig. Untersuchungen haben ergeben, dass in Deutschland gegenüber anderen Ländern Schmerzen oft unzureichend therapiert werden. Dies gilt vorwiegend für Patienten mit Schmerzen bei Krebserkrankungen und nach operativen Eingriffen. Dies geht wahrscheinlich auf die tief verwurzelte und unbegründete Angst vor Abhängigkeit von Schmerzmedikamenten zurück. Außerdem spielt sicherlich der im Vergleich zu anderen Ländern höhere "bürokratisch-organisatorische Aufwand" bei der Anordnung/Gabe der Medikamente eine entscheidende Rolle (Pflegekraft-Arzt-Konflikt). Des weiteren existiert in Deutschland noch keine breite Evidenzbasis, auf die klare Standards zum Schmerzmanagement aufgebaut werden könnten. Es ist daher bei chronifizierten Schmerzen im besonderen Maße erforderlich, eine hoch individuelle (medikamentöse) Therapie zu entwickeln, die genügend Spielraum lässt, um auf variierende Schmerzzustände reagieren zu können. Eine andere Form der Bekämpfung von chronischen Schmerzen ist die Verhaltenstherapeutische Hypnose, die außerdem den Medikamentenkonsum der Patienten stark herabsetzt. Während der verhaltenstherapeutische Ansatz eher eine Schmerzbewältigungsstrategie bei organisch bedingten Schmerzen darstellt, ist die psychodynamisch-interaktionelle Gruppentherapie eine Möglichkeit zur ursächlichen Behandlung sog. somatoformer Schmerzstörungen. Jeder vierte Patient mit Angststörung klagt über chronische Schmerzen. Beispiele von Erkrankungen mit Schmerzen Kopfschmerzen Folgende Kopfschmerzen können unterschieden werden: * Migräne * Cluster-Kopfschmerz * Spannungskopfschmerz * paroxysmale Hemikranie * Medikamenteninduzierter Kopfschmerz Gesichtsschmerzen * Trigeminusneuralgie * Craniomandibuläre Dysfunktion * Odontalgie (Zahnschmerzen) * Chronisch-idiopatischer Gesichtsschmerz, engl.: "persistent idiopathic facial pain" (PIFP) Rückenschmerzen Rückenschmerzen stellen die häufigste Ursache für eine vorzeitige Pensionierung dar und sind nach Problemen aufgrund Erkrankungen der Atemwege die zweithäufigste Ursache für Arztbesuche. Probleme im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) werden dabei als "Nackenschmerzen" bezeichnet. Werden Schmerzen im Bereich der gesamten Wirbelsäule als Kriterium herangezogen, unterteilt man in * Zervikobrachialgie (mittleres und unteres Halswirbelsäulensyndrom) * Zervikozephalgie (oberes Halswirbelsäulensyndrom) * Brustwirbelsäulensyndrom * Lendenwirbelsäulensyndrom, Beckenringsyndrome, Lumboischialgien, Ischialgie, Lumbago * Piriformis-Syndrom * Sakralgie * Kokzygodynie (Steißbeinschmerzen) Gelenkschmerzen * Periarthropathia humeroscapularis * chronifiziertes Impingement-Syndrom der Schulter * Epicondylitis radialis (Tennisellenbogen) * Epicondylitis ulnaris (Golferellenbogen) * Handgelenks- und Fingerbereich o Schmerz bei Heberdenarthrose o Schmerzen bei Bouchard-Arthrose * Coxarthrose * Gonarthrose * Schmerzen der Sprung- und Fußgelenke * Schmerzen der Kiefergelenke Muskuläre Schmerzsyndrome * Fibromyalgie Entzündliche Schmerzerkrankungen * Polyarthritis * Sacroileitis Nervenschädigungen Von erkrankten Nerven ausgehende Schmerzen heißen allgemein Neuralgien, einige spezielle sind: * Phantomschmerzen * Schmerz nach Schlaganfall * Schmerz bei komplettem oder inkomplettem Querschnitt * Schmerz bei Plexusausriss (Nervengeflecht) * Polyneuropathie * postzosterische Neuralgie (Gürtelrose) * Interkostalneuralgie Sympathalgien (vom sympathischen Nervensystem ausgehende Schmerzen) [Bearbeiten] * Morbus Sudeck (auch Sudecksche Dystrophie) * Kausalgie Bauchschmerzen * Verwachsungsbauch * Reizdarm (Colon irritabile) * akute Blinddarmentzündung * Lebensmittelvergiftung * Blähungen * Magengeschwür * Seitenstiche Sonstige Schmerzarten * Ischämische Schmerzen (Mangeldurchblutung) * Tumorschmerzen * Psychogene Schmerzerkrankungen * Urschmerz (Körpererinnerung an frühe Traumata) Schmerzbehandlung Die Algesiologie ist die Wissenschaft, die sich sich mit der Beseitigung von Schmerzen befasst. Die spezifische Behandlung von Schmerzen wird auch Schmerztherapie genannt. Die Primärtherapie befasst sich sowohl mit physischen als auch psyschichen Traumata und stellt daher insbesondere eine Spätbehandlung traumatischer Erlebnisse. Zur Akutbehandlung ist diese Therapieform allerdings nicht geeignet. Schmerztheorien * Spezifitätstheorie (Frey, 1896) * Patterntheorie (Sinclair, 1955) * Neurotheorie (Hedway, 1961) * Gate-Control-Theory (Melzack & Wall, 1965) * Primärtheorie (Arthur Janov befasst sich in seinem Gesamtwerk sowohl mit neurologischen als auch mit psychologischen Aspekten der Schmerzverarbeitung.) |
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| Autor: Tensgerät | 17 Mai 2007 | Bereits gelesen: 1238 |
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Bei einem Nerv (lat. Nervus, Abkürzung N., Plural Nervi, Abkürzung Nn.) handelt es sich um ein Bündel von Nervenfasern (Zellfortsätze, Axone), das dem Informationsaustausch im menschlichen/tierischen Organismus dient. Nerven gehören zum Peripheren Nervensystem. Aufbau Die einzelnen Axone eines Nervs sind von einer bindegewebigen Hülle umschlossen, die als Endoneurium bezeichnet wird. Mehrere Axone sind zu Nervenfaserbündeln zusammengefasst, die ebenfalls von Bindegewebe (Perineurium) umhüllt sind. Die Bindegewebshülle um den gesamten Nerv bezeichnet man als Epineurium. Unterteilung Nach dem Ursprung der Nerven unterscheidet man bei Wirbeltieren Spinalnerven, die dem Rückenmark entstammen, und Hirnnerven, die direkt aus dem Gehirn entspringen. Im Bereich der Gliedmaßenursprünge bilden die Spinalnerven Nervengeflechte (Plexus brachialis, Plexus lumbosacralis), in denen sich Anteile verschiedener Rückenmarksnerven vermischen und zu neuen Nerven formieren (Plexusnerven). Nach der Richtung der Erregungsleitung unterscheidet man Afferenzen (zum Zentralnervensystem hin) und Efferenzen (vom ZNS in die Peripherie). Die Afferenzen leiten sensible oder sensorische Informationen, stehen also im Dienst der Wahrnehmung innerer und äußerer Reize. Die Efferenzen leiten motorische oder sekretorische Impulse. Nach dem Zielgebiet unterscheidet man beide weiter in somatische (Nerven der Körperwand, von lat. soma = Körper) und viszerale (Nerven der Eingeweide, lat. viscera). Die meisten Nerven sind gemischte Nerven, enthalten also sowohl afferente als auch efferente Neurone. Auf dem Weg zu ihrem Zielgebiet (Innervationsgebiet) verzweigen sich die Nerven immer weiter. Die kleineren Nervenäste werden als Rami (Singular Ramus) bezeichnet. |
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| Autor: Tensgerät | 19 April 2007 | Bereits gelesen: 1315 |
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Elektromyographie (griechisch myos: Muskel; graphein: schreiben), Ableitung, Registrierung und Darstellung der elektronisch verstärkten Aktionspotentiale eines quergestreiften Muskels.
Die Ableitung geschieht von der Haut über dem Muskel (mit Scheibenelektroden) oder vom Muskel selbst; in letzterem Fall ist (wie auch für die Elektroneurographie) ein Nadeleinstich erforderlich und nachfolgend eine elektrische Nervenreizung. Dies ist für den Patienten unangenehm und manchmal auch schmerzhaft. Die elektrischen Ströme werden während der Muskelkontraktion und in Ruhe gemessen, die Impulse werden von einem Oszillographen angezeigt. Die Erstellung eines Elektromyogramms (EMGs) dauert etwa eine halbe bis ganze Stunde, je nach der Anzahl der Muskel, die geprüft werden.
Ein Ziel der Elektromyographie ist die Feststellung, ob eine Lähmung Folge einer Muskelschädigung, einer (peripheren) Nervenschädigung oder aber psychogen bedingt ist. Zudem sind mit Hilfe eines Elektromyogramms muskuläre Erkrankungen (auch der Augenmuskeln) zu erkennen, wie Muskeldystrophie, Dermatomyositis (siehe Autoimmunkrankheiten) oder Beeinträchtigungen der Nervenversorgung der Muskeln. Bei Nervenverletzungen lässt sich oft die genaue Lokalisation des Schadens ausmachen. Auch Magnesiummangel (Hypomagnesiämie) ruft Veränderungen des EMGs hervor.
Beitrag von: Ulrich von Werthern "Elektromyographie," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2007 http://de.encarta.msn.com © 1997-2007 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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| Autor: Tensgerät | 17 April 2007 | Bereits gelesen: 1121 |
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Durchblutungsstörung
Durchblutungsstörung (im allgemeinen medizinischen Jargon, v. a. bei medizinischer Dokumentation, auch mit DBS abgekürzt) ist ein zwar gebräuchlicher, aber unscharf definierter Begriff aus der Medizin:
* Im eigentlichen Sinn beschreibt er jedwede Störung des normalen Blutflusses in einem Teil des Gefäßsystems, also in Arterien, Kapillaren oder Venen. * Am häufigsten verwandt wird der Begriff für eine arterielle Minderdurchblutung (vgl. Ischämie) von Organen (beispielsweise Gehirn, Herz, Niere oder Leber) oder Extremitäten (Arm oder Bein, vgl. Arterielle Verschlusskrankheit). * Unter Laien (und gelegentlich auch im Arzt-Patienten-Gespräch) wird der Begriff oft auch für eigentlich ungeklärte Phänomene oder Symptome verwandt, so etwa im Zusammenhang mit Vergesslichkeit, Ohrgeräuschen, Hörsturz, unerklärten Schmerzen und Anderem. |
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| Autor: Tensgerät | 19 März 2007 | Bereits gelesen: 1351 |
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1. Einleitung
Physiotherapie oder physikalische Therapie, Methoden zur Behandlung behinderter, kranker oder verletzter Patienten mit dem Ziel, die beeinträchtigten Funktionen aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen und Fehlfunktionen oder Fehlbildungen zu verhüten. Die Behandlung dient dazu, die verbleibenden körperlichen Beschränkungen möglichst gering zu halten, die Genesung zu beschleunigen und zum Wohlbefinden des Patienten beizutragen. Physiotherapie wird bei verschiedenen Erkrankungen von Bewegungsapparat, Nerven, Herz, Kreislauf und Atemwegen verschrieben; die Ursachen können angeborene Fehlbildungen, krankheits- oder verletzungsbedingte Behinderungen oder ererbte Funktionsstörungen sein. Physiotherapeuten arbeiten in Krankenhäusern, Rehabilitationszentren, Pflegeheimen, Schulen für behinderte Kinder, staatlichen und kommunalen Gesundheitsbehörden oder in ihrer eigenen Praxis. Neben der unmittelbaren Patientenversorgung haben sie Aufgaben in Beratung, Lehre, Verwaltung und Forschung. 2. Behandlungsformen
Als Untersuchungsverfahren dienen in der Physiotherapie u. a. manuelle Muskeluntersuchungen, elektrische Tests, Wahrnehmungs- und sensorische Prüfungen sowie die Messung des Bewegungsspielraums von Gelenken. Von großer Bedeutung sind Funktionsprüfungen, mit denen man feststellt, ob die Fähigkeiten des Patienten für die vorgesehenen Aufgaben und zur Selbsthilfe ausreichen. Unter anderem werden in der Physiotherapie folgende Behandlungsformen verwendet: Wärmebehandlung mit unterschiedlich temperiertem Wasser, geschmolzenem Wachs, Infrarot- und Ultraviolettlampen sowie mit Ultraschall, der das Körperinnere erwärmt. Bei Diathermie wird durch Anlegen eines elektrischen Stromes im Gewebe Wärme erzeugt, auf diese Weise lassen sich Schmerzen und Krämpfe lösen. Durch den Einsatz von Wasser im Rahmen einer Hydrotherapie wird u. a. die Durchblutung gefördert und der Stoffwechsel aktiviert, es werden Rückenschmerzen gelindert und Muskelzerrungen behandelt.
Eine der wichtigsten Tätigkeiten des Physiotherapeuten sind verschiedene Formen der Krankengymnastik. Sie dient zur Steigerung von Kraft und Ausdauer, zur Verbesserung der Bewegungskoordination, zur Verminderung von Bewegungseinschränkungen im Alltagsleben und zur allgemeinen Verbesserung der Beweglichkeit. Gehübungen macht man mit Hilfe von Stöcken, Gehhilfen, Gurten und künstlichen Gliedmaßen. Weiterhin nutzt man in der Physiotherapie Massagen, Bandagen, Pflaster, Schienen und Gipsverbände; Massagen führen zur Lockerung der Muskulatur und zu besserer Durchblutung. Der Physiotherapeut bringt dem Patienten und seinen Angehörigen gymnastische Übungen und den Gebrauch von Hilfsmitteln wie Prothesen und Bandagen bei. Durch Chiropraktik werden Wirbelkörper und Bandscheiben mit bestimmten Handgriffen eingerichtet. Bei der Ergotherapie (Arbeits- und Beschäftigungstherapie) erlernt der Patient Tätigkeiten, die seine Selbständigkeit und Aktivität fördern. 3. Geschichtliches
Die meisten mechanischen Hilfsmittel der heutigen Physiotherapie gab es schon in der Antike. Frühe griechische und römische Schriften weisen auf die vorteilhaften Wirkungen von Sonne und Wasser hin, und sowohl Gymnastik als auch Massage nutzten schon die alten Chinesen, Perser, Ägypter und Griechen. Die moderne Physiotherapie hat ihren Ursprung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Großbritannien. Kurze Zeit später bildeten amerikanische Orthopäden Absolventinnen von Gymnastikschulen zur Patientenbetreuung in Arztpraxen und Krankenhäusern aus. Als 1916 in New York und Neuengland eine schwere Poliomyelitis-Epidemie wütete, behandelten diese jungen Frauen Tausende von Patienten.
Nach dem 2. Weltkrieg setzte sich die Physiotherapie in der Patientenversorgung allgemein durch. Einer der Gründe für die gestiegene Nachfrage nach Physiotherapie waren die eindrucksvollen Ergebnisse, die man mit verletzten Industriearbeitern sowie mit Verwundeten aus dem 2. Weltkrieg und aus den Kriegen in Korea und Vietnam erzielt hatte. Außerdem gab es in der Bevölkerung immer mehr ältere Menschen und damit auch immer mehr Patienten mit chronischen Behinderungen. Darüber hinaus wurde die Betreuung von Krankenhauspatienten sowie die generelle medizinische Versorgung weiterentwickelt.
"Physiotherapie," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2007 http://de.encarta.msn.com © 1997-2007 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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| Autor: Tensgerät | 19 März 2007 | Bereits gelesen: 1117 |
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1. Einleitung
Anästhesie, Ausschalten oder Fehlen der Schmerzempfindung.
Man unterscheidet zwischen allgemeiner Anästhesie, die den ganzen Körper betrifft und in der Regel mit Bewusstlosigkeit verbunden ist, und der Lokalanästhesie, die auf einen bestimmten Körperabschnitt beschränkt bleibt. Ursache ist entweder eine Schädigung von Nerven oder Nervenzentren durch Verletzung oder Krankheit, oder die Anästhesie wird mit Medikamenten zur Linderung oder Ausschaltung von Schmerzen absichtlich herbeigeführt. 2. Geschichte der Anästhesie
In der Antike kannte man nur wenige Anästhesiemittel; die wichtigsten waren Opium und Hanf. Beide wurden entweder eingenommen oder verbrannt, so dass man den Rauch einatmen konnte. Stickoxidul (Lachgas), das der britische Chemiker Sir Humphry Davy um 1800 entdeckte, wurde 1844 von dem amerikanischen Zahnarzt Horace Wells erstmals zur Narkose eingesetzt. Im Jahr 1842 gelang es dem amerikanischen Chirurgen Crawford Long, Ethylether bei einer Operation zur allgemeinen Anästhesie zu verwenden. Er veröffentlichte aber seine Befunde nicht, und deshalb gilt allgemein der amerikanische Zahnarzt William Morton als Erfinder der Narkose. Er führte sie 1846 beim Ziehen eines Zahnes öffentlich vor. Im Jahr 1847 stellte der britische Arzt Sir James Simpson fest, dass man auch Chloroform zur Anästhesie verwenden kann. Später entdeckte man viele weitere Narkosemittel. Ether und Chloroform benutzt man heute wegen ihrer gefährlichen Nebenwirkungen und wegen der Feuergefährlichkeit kaum noch. Manche Anästhetika (z. B. Barbiturate und Halothan) hemmen das Zentralnervensystem; andere dagegen (Stickoxidul, Enfluran) verursachen Gedächtnis- und Empfindungsverlust. 3. Allgemeine Anästhesie
Die allgemeine Anästhesie, auch Vollnarkose genannt, wird vor chirurgischen Eingriffen vorgenommen. Die Muskulatur ist dabei so weit gelähmt, dass eine Operation möglich wird. Um diese einzuleiten, lässt man den Patienten Narkosemittel einatmen: Gase oder flüchtige Flüssigkeiten wie Caclopropan, Stickoxidul, Halothan oder Enfluran. Häufig wird das Narkosemittel durch ein Rohr (den Tubus) unmittelbar in die Luftröhre geleitet.
Heute verwendet man bei der allgemeinen Anästhesie fast immer eine Kombination aus mehreren Narkosemitteln. Bevor der Anästhesist das Mittel zum Einatmen verabreicht, spritzt er zur Einleitung der Bewusstlosigkeit in vielen Fällen ein kurzzeitig wirkendes Barbiturat wie Pentobarbital oder Thiopental-Natrium oder ein angstlösendes Medikament wie Diazepam. Manchmal gibt man zusätzlich Narkose-Schmerzmittel wie Meperidin oder Fentanyl. Damit man mit weniger Narkosegas auskommt, werden manchmal zusätzlich muskelentspannende Wirkstoffe verabreicht, beispielsweise Tubocuranin, Gallamin oder Succinylcholin. Da bei diesen Narkoseverfahren die Muskeltätigkeit ausgeschaltet wird, muss der Anästhesist die Atmung des Patienten mit einem Beatmungsgerät aufrechterhalten. Thiopental-Natrium wird in geringer Dosierung manchmal auch in der Psychiatrie eingesetzt, weil es dafür sorgt, dass die Patienten ungehemmt sprechen. Wegen dieser Wirkung wurde es auch als „Wahrheitsserum” verwendet.
Die Narkose muss während der gesamten Operation beibehalten werden, aber eine zu lange andauernde Anästhesie kann auch tödlich enden, wenn zuerst die Atmung und dann das Herz gelähmt wird. Um die Narkose stets richtig zu dosieren, überwacht man ständig den Zustand des Patienten und erhöht oder verringert die Menge der Narkosemittel je nach Bedarf.
Neue Wege in der Anästhesie werden nach einem 1999 publizierten Bericht der Universität Ulm mit dem Edelgas Xenon beschritten, das man bereits 1951 als Anästhetikum erprobte, aber bislang aus Kostengründen kaum einsetzte. An dieser Universität kombinierte man das Edelgas mit einer Fettemulsion, so dass es in 100fach geringerer Dosis intravenös injiziert werden kann. Eine Überwachung der Atemfunktion ist bei Anwendung dieses Narkotikums unnötig; es hat zudem eine schmerzlindernde Wirkung, wodurch der operierte Patient nach dem Aufwachen nicht mit einem Schmerzmittel behandelt werden muss. 4. Lokalanästhesie
Bei manchen chirurgischen Eingriffen braucht man nicht die gesamte Muskulatur lahmzulegen. Solche Operationen nimmt man unter Lokalanästhesie oder „örtlicher Betäubung” vor: Die Nervenleitung wird vorübergehend blockiert, ohne dass die Nervenfasern Schaden nehmen. Zur Lokalanästhesie injiziert man in das betreffende Gewebe einen synthetischen Wirkstoff wie Procain, das auch unter dem Handelsnamen Novocain bekannt ist.
Eine umfangreichere Lokalanästhesie ist die Leitungsanästhesie. Dazu injiziert man das Narkosemittel in einen Nervenstamm, in die Nähe eines Nerven oder um das ganze Operationsgebiet herum, so dass der gesamte Bereich gefühllos wird. Das vielleicht bekannteste derartige Verfahren ist die Spinalanästhesie, bei der man den Wirkstoff in den Rückenmarkskanal spritzt. Eine schwache örtliche Betäubung, die für viele zahnärztliche Eingriffe und andere kleine Operationen ausreicht, kann man auch durch Kältebehandlung erreichen: Man legt entweder Eis auf den fraglichen Bereich, oder man sprüht eine leicht verdunstende Flüssigkeit wie Ethylchlorid darauf.
"Anästhesie," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2007 http://de.encarta.msn.com © 1997-2007 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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